„Ich muß“ … ein kurzer mixed-media-Dialog

Ich bin … zurück aus der sommerlichen Arbeitsphase, hab auch schon den steilen Herbststart hinter mir … und wollt‘ mir nun gemütlich die goldene Herbstsonne ein bissi aus der Nähe anschauen. Dabei stolpere ich über eine antiquarische Bücherkiste … Wühle ein bissi gedankenlos zwischen den alten Büchern rum – die greifen sich wirklich gut an, und ganz unterschiedlich – blättere noch weniger denkend durch eines der Druckwerke vergangener Zeiten …

Alte, fast leere Buchseite mit "Ich muß" bedruckt - und m)eine digitale Reaktion daraufUnd Zufall oder nicht, das Kapitel „Ich muß“ springt mich unvermutet aus dem alten, analogen Medium an – Seite füllend!

Schreck, Schock – ich weiche zurück!

Meine innere Reaktion ist klar … und mein erster Gedanke wird als digitale Antwort wieder (analog) auf die Buchseite zurück gedruckt:
(zum Vergrößern & Enträtseln auf das Bild klicken)

… anschließend „musste“ ich darüber nachgrübeln, ob diese analog-digital-analoge Kommunikationssituation eigentlich ein mixed-media-Dialog mit einem alten Buch oder doch nur ein stummer Monolog in der Herbstsonne war.


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onAIR & onDemand … Freies Wissen ermöglichen

Orange 94.0 ist das Freie Mitmach-Radio in Wien.
Die Sendereihe „Stadtradio“ ermöglicht durch Mobile-Reporting per Smartphone das Erstellen von eigenen Radio-Beiträgen direkt Vorort dort, wo was Spannendes, Wichtiges, Interessantes, Besonderes … oder einfach Merk-Würdig-es los ist.
So zum Beispiel … der Wikimedia Hackathon 2017 in Wien


Ende Mai war der internationale Wikimedia Hackathon 2017 in Wien …
Mein Audio-Streifzug macht allerlei Menschen und ihre Motivationen hinter der WWWelt des Freien Wissens sicht/erlebbar. Mit einem Android-Handy eingefangen, mit Freier Software zur Sendung gemiXed und via Freiem Radio o94.at heute (15.6.2017, 11:50Uhr) in Wien onAir (Frequenz 94.0) … gebracht.
Anschließend auch unter einer Freien (cc)-Lizenz onDemand im Cultural Broadcasting Archive der Freien Radios Österreichs (cba.fro.at) wwwebweit nach-hörbar …
Soviel Freiheit ist nicht zu glauben? Doch!
Und durch die Kombination vielerlei Freiheiten auch machbar!
Zusätzlich ist heute sogar noch ein Freier/Feiertag! ;)

Also, am besten: Einfach zurücklehnen und den vielen Frei*willigen rundum Wikimedia lauschen, die 2017 in Wien die Freie Software Mediawiki al Basis für allerlei Freier Wissensprojekte weiterentwickelt haben.

DANKE! Ich danke Wikimedia Austria für die Unterstützung und die Gelegenheit zur Teilnahme am Hackathon! Und danke auch an alle freiwilligen Wortspenden, die diesen Beitrag erste möglich machten!


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Allerl-EIS aus Paletten

EIS aus Euro-Paletten?
Also das war mir neu!

Die Alltagsnorm DIN EN 13698 der internationalen Transportlogistik im Rahmen des Europool Tauschsystems … existiert zwar seit mehr als 50 Jahren, sie hat jedoch erst in letzter Zeit die Branchengrenzen gesprengt. Umgangssprachlich als Euro-Palette in allerlei Anwendungsfeldern im Einsatz entwickelte sich das Normteil zu einer Art Wundermaterial. Wobei das „Art“ durchaus auch im Sinne von Kunst zu verstehen ist.

Euro-Paletten werden in allerlei Möbel verwandelt: Regale, Sitzbänke, Tische und Tischerl … Auch als Blumenkisterl, Gartenbegrenzungen oder  Hochbeet-Konstruktionen … sind mir diese markenrechtlich geschützten Standardteile in ihrer Anwendungs- & Gestaltungsvielfalt bereits untergekommen …

Aber als ich dann sah, dass jemand EIS aus Euro-Paletten gemacht hat, war ich echt schwer begeistert!

Euro-Paletten zum Wort EIS gestaltet - sehr cool!
EIS aus Euro-Normpaletten – COOL!

Und ich bin gespannt, was da wohl noch alles möglich wird, wenn allerlei Gestaltungsfreiheit alte Normierungen von ihren Vorgaben befreien und dadurch Neues entsteht :)


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Steine im Alltag – Gedenksteine als Stolpersteine

Der Blick blieb hängen, als neben einem Gedenkstein ein ganzer Haufen Pflastersteine entdeckt wurde …
Der Mundwinkel wanderte unaufhaltsam nach oben – die Kamera wurde gezückt und gedrückt …

Cornerstone of Freedom, 1948 mit Inschrift - gefunden in Wien 2017

Ende vom Schnappschuss!
Anfang der Neugier … Was steht denn da eigentlich am Gedenkstein?

Der Gedenkstein stieß das Denken an …
Und siehe da: Die Gedanken stolperten über:

This Cornerstone of Freedom (1948) … „Austria’s importance for Western Civilization … Her contributions … her achievements … Indeed, Austria may be regarded as the heart of a European Commonwealth.“

Da schau her! Österreich ist weiblich!
Zumindest war sie das 1948 aus einer US-Perspektive von Freiheit.
Ecksteine und Sprache veranschaulichen das Denken und die Wahrnehmung der Welt. Steine, Sprache, Denken und die Welt sind in Veränderung. Alte Steine und alte Inschriften bieten noch heute Stolpermöglichkeiten in die Vergangenheit … und Denkanstöße für die Gegenwart – im Positiven wie im Negativen.

… denk ich mal so.

Hier noch die Koordinaten 48°12’53.6″N 16°21’20.8″E … für alle, die gern selber zum Gedenk/Eck-Stein der Freiheit hinstolpern wollen.


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Warum? … bitte weiterfragen!

Motorrad parkt zwischen den Behindertenparkplätzen und macht sie so unbenutzbar - Barrierefreiheit gehört erklärt.
Barrierefreiheit gehört erklärt nicht einfach verordnet.

An diesem Bild ist gut zu erkennen, wohin mangelndes Wissen über die (Hinter)Gründe für barrierefreie Parkplatzgestaltung führt.

KnowHow & KnowWHY!

Ich hatte bei der Parkplatz-Situation ein Deja-vu! Denn mein Leitprinzip für e-Skills und Medienkompetenz: „KnowHow & KnowWHY“ … ist aktueller denn je – nicht nur rund um Barrierefreiheit. Regeln, Entscheidungsprozesse, Zusammenhänge und Konsequenzen müssen kommuniziert, erklärt und vermittelt werden – um eigenständiges & eigenverantwortliches Handeln zu ermöglichen!

Gleichzeitig darf man aber auch selbst nicht aufhören zu fragen: WARUM? Warum wird für Verkehrsschilder und Straßenbemalung gezahlt – aber nicht für Informationsangebote über den Sinn & Zweck dieser Maßnahmen?

Kürzlich erzählte mir eine Rollstuhlfahrerin, dass sie einen Motorradfahrer gefragt hat: Warum parken Sie auf den neuen Leitstreifen für Blinde?
Der Fahrer war ehrlich überrascht und antwortete: Das wusste ich nicht, ich dachte die Streifen wären Kunst.
Das Motorrad wurde sofort umgeparkt und der Fahrer wird wohl auch in Zukunft kein Leitsystem – egal wo – mehr verstellen. Ein kurzes Warum hat die Zukunft verbessert :)

Ich werd ab sofort „Warum!“ nicht mehr als Frage sondern als Appell zum Nachfragen formatieren … Vielleicht kann mir ja mal jemand erklären: Warum/Wann haben wir aufgehört, etwas wirklich verstehen zu wollen?


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